Auszug aus der Chronik der Kreisdirektion III, Zürich, über den Bahnhof Turgi

14.04.1910: Regierungsrat des Kts. Aargau an die Kreisdirektion (KD) III: Eingabe betreffend Aufhebung der drei Niveauübergänge km 27.650 der Linie Turgi - Brugg, km 27.745 und 27.860 der Linie Turgi - Siggenthal

14.06.1910: Generaldirektion (GD) an KD:
Auftrag, ein Projekt ausarbeiten zu lassen

18.12.1911 : Regierungsrat des Kts. Aargau an das Eisenbahndepartement (ED):
Eingabe zur Schilderung der unhaltbaren Zustände der drei Niveauübergänge

05.06.1912: KD an GD:
Vorlage eines Projekts für die Beseitigung der drei Niveauübergänge; Voranschlag Fr. 272'000.--

18.07.1912: GD an KD:
Genehmigung der Vorlage vom 05. 06.1912; Betrag wird in das Baubudget für 1913 aufgenommen

06.11.1913: GD an ED:
Vorlage der Projektes der drei Unterführungen

17.01.1914: Regierungsrat Kt. Aargau an ED:
Zum vorgelegten Projekt werden verschiedene Begehren angebracht

15.04.1915: GD an ED:
Stellungnahme zur Eingabe des Kts. Aargau

10.06.1915 Begehung in Turgi durch SBB, Kanton und Gemeinde. Vereinbarung: SBB unterbreiten ein neues Projekt mit verschiedenen Änderungen betreffend Strassenbreite und Gefällsverhältnisse. SBB studiert den Vorschlag des Kantonsingenieurs

15.02.1916: KD an Kt. Aargau:
Unterbreitung von 2 Projektentwürfen

03.04.1916: Gemeinderat an Kt. Aargau:
Protestschreiben z.Hd. KD über die Unzweckmässigkeit der Projekte

13.07.1917: KD an Kt. Aargau:
Antwort auf Schreiben vom 07.07.1916. Die Mehrkosten für die Abänderung (Fr. 18'000.--) haben die Beteiligten selber zu tragen

24.04.1918: Baudirektion an KD:
Der Gemeinderat beharrt auf die Tieferlegung der Schulhausstrasse und ihre direkte Einführung in die Vogelsangstrasse

25.03.1919: KD an Baudirektion:
Die SBB können die Kosten für die Tieferlegung der Schulhausstrasse nicht übernehmen. Die Baudirektion wird ersucht, mit dem Gemeinderat weiter zu verhandeln. (...)

04.11.1925: Gemeinderat an KD:
Die Sanierung der Niveauübergänge km 27.860 der Linie Turgi - Siggenthal und km 27.650 der Linie Turgi - Brugg wird verlangt

09.01.1930: Erneut eine Begehung in Turgi (...)

Das Jahr 1967 bringt endlich den Auftakt zu den Beratungen über die Aufhebung der drei Barrieren. Diejenige Richtung Geelig wird ersatzlos gestrichen, dafür ein Fussweg südlich der Bahngleise eröffnet.

1973 zeigt sich die Gemeindeversammlung grosszügig: Mit 6,25 Mio Franken beschliesst sie den grössten je vorgelegten Kredit. Zweck: Ausbau der Ortsverbindungsstrasse Turgi - Vogelsang, Aufhebung der Barriere, Bau einer Unterführung.

1975 verschwindet die letzte Bahnschranke auf Gemeindegebiet Turgi von der Bildfläche. Damit ist ein wichtiges Kapitel abgeschlossen, die lange Warterei vor den Bahnschranken gehört endgültig der Vergangenheit an.

Auszug aus "Bahnhof Turgi im Wandel der Zeit"
David Kober, Ernst B. Leutwiler Verlag